ALS: Amyotrophe Lateralsklerose
Ätiologie
Die ALS ist die häufigste motorische Systemerkrankung. Weltweite
jährliche Inzidenz 0,4-1,76/100.000, davon sind 5% erblich bedingt (autosomal dominat).
Manche der erblichen Formen weisen einen Mangel des Enzymes Syperoxid-Dismutase auf,
ansonst fand man keinen Unterschied zwischen spontaner und erblicher Form.
Klinik
Die Krankheit beginnt gewöhnlich mit Schwäche und Atrophie in den
Hand-Muskeln, verbunden mit Krämpfen und Faszikulationen in den Armen, später auch im
Schultergürtelbereich. Seltener ist der Beginn in den Beinen und Füßen zuerst
zeicht isch eine Fußheberschwäche, dann auch eine Senkerschwäche.
Oft bevor es zu einer Schwäche in den Armen kommt, findet man eine
leichte Spastizität im Bereich der Beine sowie generalisierte Hyperreflexie.
Sensible Störungen sind nicht vorhanden (bzw. nicht Teil der ALS).
Früher oder später kommt es auch zu einer Dysarthrie, Dysphonie und
Dysphagie. Die Zunge zeigt Faszikulationen und Fibrilationen ("ein Sack voll
Würmer"). Eine spastische Bulbarparalyse kann vorkommen. Die ALS ist die einzige
Erkrankung, bei der eine progressive Atrophie und spastische Bulbarparalyse nebeneinander
vorhanden sein können.
Therapie
Die Krankheit kann nicht gestoppt werden. Mit dem Antiglutamat Riluzole
(Rilutek® 50mg ftbl. 1-0-1) ist eine Verlängerung der Lebenserwartung
im geringen Maße möglich.
Verlauf
Nach ca. 2-5 Jahren kommt es zum Tod durch respiratorische Insuffizienz, dies bei
vollem Bewußtsein des Patienten bis zum Schluß. Aus diesem Grund ist eine psychologische
Betreuung des Patienten unbedingt notwendig.
weitere Informationen siehe
- Uni Ulm:
ALS -
Information für Patienten und Angehörige, sehr umfassend!
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