Rückenschmerzen Wirbelsäulen-Störungen: 

Die WS zeigt im Laufe des Lebens einen Abbauprozess. Dieser ist dort am stärksten ausgeprägt, wo die stärkste Belastung vorliegt

  • die Umschlagstellen der physiologischen Krümmungen (untere HWS C4-C6)

  • die Übergänge von gut zu weniger gut beweglichen Abschnitten (Lumbosakralregion)

  • je nach Rückenform und Belastung 

    • die obere HWS (mit Übergang zur Schädelbasis)

    • und untere BWS

Die degenerativen Veränderungen der WS können (müssen aber nicht) zu neurologischen Beschwerden führen. Diese reichen von Schmerzen, über Gefühlsstörungen bis Lähmungen. Da sie sehr häufig sind, stellen sie auch ein großes volksgesundheitliches Problem dar. 

  • 80% haben irgendwann mal Rückenschmerzen

    • meist unter 4 Wochen

    • bei 4% dauern sie länger als 6 Monate. Die Hälfte davon bleibt auch dauernd berufsunfähig

Zusammenfassung

Mit zunehmendem Alter führen Osteoporose, Osteoarthritis und Spondylitis zu Rückenschmerzen. Spondylose entsteht bei Verkalkung des Anulus fibrosus durch Kollaps des Nucleus pulposus. Es folgt eine Abstützreaktion durch Randzackenbildung an benachbarten Wirbelkörperkanten, die zu Wurzelirritation oder Einengung des Wirbelkanals mit Kompression von Cauda equina und Rückenmark führen.

 

 

"Wirbelsäulen-Störungen" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info