Schmerzsyndrome Chronischer Wurzelschmerz

Das Beschwerdebild tritt typischerweise nach mehrfach operierten Bandscheibenvorfällen auf, verursacht durch komprimiertes Narbengewebe. In vielen Fällen ist eine erneute Operation nicht mehr indiziert oder aussichtslos.

Therapie

  • Die Basistherapie stützt sich auf die physikalische und krankengymnastische Behandlung, die konsequent und initial nach Möglichkeit stationär durchgeführt werden sollte. Sie zielt v.a. auf die Vermeidung von sekundären Myogelosen oder Fehlhaltungs- oder Belastungsproblemen ab, wodurch in vielen Fällen bestehende Beschwerden weiter unterhalten und verschlimmert werden.
  • Um dies zu ermöglichen, sind in der Anfangsphase Analgetika/Antiphlogistika oder Infiltrationen von Lokalanästhetika in die Triggerpunkte oder Paravertebrale durchaus zu empfehlen, wenngleich dies keine Dauertherapie sein sollte.
  • Transkutane und epidurale Stimulationsmethoden sind insbesondere bei dieser Art Schmerz durchaus vielversprechend und risikolos.
  • Gelegentlich wird die intrathekale Langzeit-Opiat-Infusion mittels implantierter Pumpensysteme verwendet; Langzeitbeobachtungen stehen noch aus.
  • Cave: Vor neurolytischen Blockaden am Spinalkanal (Injektionen von Alkohol, Phenol u.ä.) ist ausdrücklich zu warnen.
 

 

"chron. Wurzelschmerz" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info