Dandy-Walker-Syndrom
Ätiologie
Das Dandy-Walker-Syndrom ist charakterisiert durch eine Aplasie oder Hypoplasie des
Kleinhirnwurms, durch eine zystische Dilatation des 4. Ventrikels mit antero-superiorer
Verlagerung des Cerebellums sowie eine vergrößerte hintere Schädelgrube; zusätzlich
kann es zu Erweiterung der supratentoriellen Ventrikel und Balkenmangel kommen. Ursprünglich dachte man, die Obstruktion der Foramina Luschkae und Magendii führe zur
zystischen Dilatation des 4. Ventrikels. Heute glaubt man, dass eine Entwicklungstörung des embryonalen Daches des 4. Ventrikels vorliegt.
Man grenzt hiervon die sog. Dandy-Walker-Variante ab.
Dabei sind die Zysten kleiner und der Liquorabfluß aus dem 4. Ventrikel ist nicht behindert. Der Hydrozephalus fehlt oder ist geringer ausgeprägt.
Beim Dandy-Walker-Syndrom liegen weitere intrakranielle und auch
systemische Fehlbildungen vor. Die Patienten weisen die Symptome des Hydrozephalus mit
gesteigertem intrakraniellem Druck auf. Relativ häufig, insbesondere bei später Diagnose
und Therapie sind Intelligenzdefekte; Anfallsleiden können sich (evtl. spät)
entwickeln.
Therapie
Die Behandlung der Liquorzirkulationsstörung erfolgt mit Shunt-Ableitung aus dem
Ventrikelsystem sowie auch aus den Zysten. Durch frühzeitige Versorgung kann der weiteren Verlauf positiv beeinflußt werden.
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