Kapitel: Bewegungsstörungen (inkl. Parkinson) Parkinson-Syndrome

Therapie der end-of-dose Akinesie

  • bei Verdacht auf Behinderung der L-Dopa-Aufnahme durch die Mahlzeiten
    • Einnahme vor dem Essen, ggf. proteinarme Ernährung tagsüber mit proteinreichen Abendmahlzeiten
  • Kombination von L-Dopa mit Dopaminagonisten (Bromicriptin, Lisurid, Pergolid)
  • Kombination von L-Dopa mit MAO-B-Hemmer (nur wenn keine Dyskinesien vorliegen), z.B. Selegilin (Jumex®)
  • Fraktionierung der L-Dopa-Medikation: Verkürzung der Dosierungsintervalle bei gleichzeitiger Reduktion der Einzeldosen.
  • bei Wirkungsverlust von L-Dopa am frühen Nachmittag Versuch einer zusätzlichen Gabe von Amantadin (PK-Merz® tbl = 100mg) 1 x 200mg/d (= 2 tbl) oder Umstellung auf Retardpräparate
  • Versuch mit Anticholinergika
  • im Spätstadium ist die end-of-dose-Akinesie oral nicht mehr ausreichend zu therapieren; dann (initial nur unter stationären Bedingungen!) Versuch mit Apomorphin s.c. unter Domperidon (Motilium® 10mg tbl, 10/30/60mg supp, orale Suspension 1mg/ml), cave: RR-Abfall, Übelkeit
 

 

"end-of-dose" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info