Tumoren des Nervensystems Epidermoide und Dermoide

Diese Tumoren treten meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Die langsam wachsenden Epidermoide entstehen aus versprengten embryonalen Epidermiszellinseln.

Die ebenfalls langsam wachsenden Dermoide gehen von der Dermis aus und enthalten Hautanhangsgebilde wie Drüsen, Haare, Zahnanlagen.

Klinik

Im Vordergrund stehen langsam zunehmende Verdrängungserscheinungen, die Symptomenkonstellation ist dabei von der Lokalisation abhängig. Durch spontanes Austreten von cholesterinhaltigem Zysteninhalt aus Dermoiden und Epidermoiden kann es zu rezidiverenden, aseptischen Meningitiden und Meningoenzephalitiden kommen.

Therapie

Bei Prüfung der OP-Indikation ist angesichts der geringen Wachstumstendenz das OP-Risiko sorgfältig abzuwägen. Bei gestörter Liquorzirkulation kann eine Ventilimplantation nötig werden, Radikalentfernung führt zur Heilung. Angesichts nur seltener karzinomatöser Entartung ist die Prognose insgesamt günstig.

 

"Epidermoide und Dermoide" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info