Traumen HWS-Schleudertrauma

Klinik

Häufige Verletzung bei Auffahrunfällen.

Symptomatik

  • Latenz von Stunden bis Tagen
  • Kopfschmerzen und Nackenschmerzen
  • fakultativ radikuläre Reiz-Ausfalls-Syndrome
  • Hirnstammzeichen
  • Ausfälle sind strikt von unspezifischen Reizsyndromen zu trennen
  • bei ausgeprägter Zervikalspondylose und/oder einem kongenital engen Spinalkanal Gefahr eines akuten zentralen Halsmark-Syndroms bzw. Exazerbation einer vorbestehenden zervikalen Myelopathie.

Diagnostik

  • HWS-Rö in 2 Ebenen und Funktionsaufnahme
  • Densaufnahme
  • ggf. spinales CT oder MR
  • ggf. Myelographie
  • ggf. EMG und F-Welle

Therapie

  • Ruhigstellung mit Schanzkrawatte bis zu 2 Wochen, ggf. Myotonolytika und nicht-steroidale Analgetika (z.B. Paracetamol).
  • Zur Vermeidung chronifizierter Beschwerden sollte die günstige Prognose deutlich gemacht werden
  • völlige Schonung über mehrere Wochen ist abzulehnen
  • zumutbare Aktivitäten sollten gestattet werden
  • das Tragen der Krawatte ist nicht zulange auszudehnen, ggf. nur nachts.
  • Nach Abklingen der akuten Schmerzen Physiotherapie
  • isometrische Übungen
  • vorsichtige aktive Bewegungsübung
  • keine Extension
  • keine Chirotherapie
  • bei chronischen Beschwerden intensive Krankengymnastik, ggf. im Rahmen einer Anschlußheilbehandlung
  • Therapieversuch mit Amitriptylin (Saroten®) niedrigdosiert (z.B. 0-0-25mg bis max. 25-25-75mg)
  • Benzodiazepine sind nicht zu verwenden
 

 

"HWS-Schleudertrauma" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info