Vergiftung durch Knollenblätterpilz

Amanita phalloides, 90% aller tödlichen Pilzvergiftungen

Symptome

  • nach 6-48h choleraähnliche Brechdurchfälle
  • nach 48-72h schwere Leberschädigung mit Leberkoma

Therapie

  • Aktivkohle, alle 3 Stunden, repetitiv
  • Magenspülung (nur innerhalb des symptomfreien Intervalls)
  • Silibinin-Infusionen
    • Da Silibinin ein Antidot mit sehr geringer Eigentoxizität ist, sollte bereits bei Verdacht auf Knollenblätterpilzeinnahme sofort mit der Therapie begonnen werden. Auch unspezifische Brechdurchfälle nach Pilzgerichten, wenn Amanita phalloides nicht sicher ausgeschlossen werden kann, sind behandlungsbedürftig.
  • lebensbedrohliche Vergiftungen durch andere Giftpilze sind relativ selten
  • obsolet: Gabe von Penicillin
 

 

"Knollenblätterpilz" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info