Myasthenie
Zahlreiche Medikamente wirken negativ auf die neuromuskuläre
Übertragung und verschlechtern somit die Symptome einer Myasthenia gravis:
- Antibiotika (Aminoglykosid, Tetracycline)
- systematisch verabreichte Substanzen, die die Erregungsleitung hemmen (z.B. Procainamid,
Lidocain, Phenytoin)
- psychotrope Medikamente (Diazepam, Chlorpromazin, Lithium)
- b-Blocker (Propranolol)
- D-Penicillamin
- Diuretika (Diamox®)
Der Einsatz dieser Medikamente ist daher mit Vorsicht vorzunehmen; bei
guter Einstellung gibt es jedoch keine Kontraindikationen. Eine Sedierung soll möglichst
mit Medikamenten erfolgen, die nicht oder nur geringe muskelrelaxierend wirken, z.B.
Die Nicht Benzodiazepin-Hypnotika, wie
- Zolpidem (Ivadal® 10mg ftbl, Stilnox® 10mg ftbl) und
- Zopiclon (Imovane®, D: Ximovane®)
haben im Gegensatz zu den Benzodiazepinen keine muskelrelaxierende Wirkung, besitzen
aber deren schlafanstoßende Potenz. Benzodiazepine sollten durch diese neuen Substanzen
ersetzt werden.
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