Neuromuskuläre Störungen Krampi, Faszikulationen

Ätiologie

Krampi sind ein häufiges Symptom bei nucleären Muskelatrophien; sie treten nach Belastung, aber auch spontan auf (Auslöser sind hierbei eine Spastik oder heftige Faszikulationen)

Therapie

Neben passiver Dehnung der Muskulatur bieten sich medikamentös an:

  • Magnesium (Magnosolv®) über 4 Wochen
  • Chinin und Theophyllin (Limptar®) 1-2tbl abends
  • cave: Niereninsuffizienz, Digitalismedikation
  • Diphenhydramin (Seltoc® drg; beinhalten auch Chinin u. ASS) 25-100mg/d
  • cave: Reaktionsvermögen
  • Phenytoin (Epilan-D®) 1-3tbl., evtl. in Kombination mit Calcium (Calcium-Sandoz® forte) 1-3 Brausetabl./d
  • Bei entsprechendem klinischem Befund können auch gegen die Spastik gerichtete Präparate eingesetzt werden. Faszikulationen werden von Patienten auffallend selten als störend empfunden; therapeutisch können membranstabilisierende Substanzen (Phenytoin 3x100mg oder Carbamazepin 1-3x200mg) eingesetzt werden.
 

 

"Muskelkrämpfe" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info