Entzündungen des ZNS Panarteriitis nodosa

Die Polyarteriitis nodosa (PAN) befällt typischerweise alle Organe außer Lunge und Milz. Bei mehr als 50% aller Patienten besteht ein Bluthochdruck renaler Genese. Die neurologischen Symptome betreffen überwiegend das periphere Nervensystem, jedoch treten im Verlauf der Erkrankung bei bis zu 40% der Patienten zentralnervöse Symptome auf. In solchen Fällen sollte ein Bluthochdruck mit hypertensiver Enzephalopathie ausgeschlossen bzw. medikamentös therapiert werden.

Unbehandelte Patienten mit PAN haben eine 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 13%. Nach Literaturangaben steigt die Überlebensrate unter kombinierter immunsuppressiver Therapie (Kortikosteroide, Cyclophosphamid) auf 80%.

Therapie

  • Prednison (Decortin®): Zunächst täglich orale hochdosierte Einnahme (50-100mg). Je nach klinischer Symptomatik sollte die Reduktion bis zur erforderlichen Erhaltungsdosis erfolgen.
  • Falls unter ausschließlicher Steroidmedikation kein therapeutischer Erfolg zu sehen ist, sollte zusätzlich mit Cyclophosphamid (Endoxan®) therapiert werden. Diese Therapie muß je nach klinischem Erfolg bis zu einem Jahr durchgeführt werden
  • Dosierung: Zu Beginn 1-2mg Cyclophosphamid/kgKG/d. Im Weiteren Verlauf Anpassen der Dosis je nach Blutbildbefund.
  • Bei fulminanten Verläufen eventuell zu Beginn höhere Dosierung
 

 

"Panarteriitis nodosa" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info