Vergiftung durch Ergot(Secale)-Alkaloide

Ergotamin, Dihydroergotamin, Methylergometrin, Methysergid, Dihydroergotoxin, ...

Symptome

  • fokale bis generalisierte arterielle Spasmen mit Schmerzen, Parästhesien, Nekrosen, Gangrän, Angina pectoris-Anfälle, Claudicatio
  • ischämische Symptome können mit einer Latenz bis zu 12-24h auftreten und tagelang anhalten
  • Erbrechen
  • Diarrhoe
  • abdominelle Krämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Krämpfe
  • Koma
  • Zyanose
  • Hyper- oder Hypotonie
  • Brady- oder Tachycardie

Therapie

  • primäre Giftelimination
  • bei Gefäßspasmen
  • leichte Fälle
  • Physikalische Therapie (Wärmeapplikation)
  • Nitroglycerin: 0,4mg sublingual in Intervallen bis zu 5min oder i.v. 5µg/min bis zu 150µg/min oder
  • Nifedipin: 10mg dreimal täglich
  • in schweren Fällen
  • Natriumnitroprussid (keine Handelsabezeichnung)
  • Erwachsene: 1-5µg/kgKG/min i.v.
  • Kinder: 0,5-1µg/kgKG/min i.v.
  • bei Mißerfolg intraarterielle Gabe (zur Vermeidung einer Cyanidvergiftung zugleich Gabe von Natriumthiosulfat
  • Sauerstoffgabe
  • Thromboseprophylaxe mit Heparin
  • bei Hypotonie: parenterale Flüssigkeitszufuhr
  • bei Krämpfen: Diazepam
 

 

"Ergot-Alkaloide" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info