Neurologische und psychiatrische Notfälle Myasthenische Krise

Klinik

  • akute klinische Verschlechterung der Myasthenia gravis
  • Auftreten vital bedrohlicher Symptome, die trotz steigender Dosen von Cholinesterase-Hemmern nicht oder nur kurzzeitig gebessert werden, wie
  • Ateminsuffizienz
  • Kau-Schluck-Schwäche

Therapie

Allgemeinmaßnahmen

  • Intensivstation
  • Intubation, Beatmung, regelm. Bronchialtoilette
  • Magensonde, Sondenernährung
  • parenterale Gabe von Cholinesterase-Hemmern, solange die pharyngealen Symptome eine orale Einnahme verhindern, oder evtl. bestehende Resorptionsstörungen beseitigt sind (Dosierung siehe ðMyasthenia gravis)

Spezielle Maßnahmen

  • Sofort: Plasmaaustauschbehandlung
  • 100mg Prednisolon zu jeder Behandlung
    • A: z.B Arednisolon® 50mg tbl p.o., Solu-Dacortin® i.v.
    • D: z.B. Decortin® 50mg tbl p.o., Prednisolut® 100mg i.v.
  • Immunsuppressiva oder 7S-Immunglobulinen nach jedem Austausch
    • z.B. Venimmun® 20g/d i.v.
  • Nach 3 – 4 Plasmaaustauschbehandlungen meist deutlich klinische Besserung: Extubation.
 

 

"Myasthene Krise" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info