Neuromuskuläre Störungen Spastik

Klinik

Eine ausgeprägte spastische Tonussteigerung insbesondere der proximalen Muskulatur ist das wesentliche Merkmal der spastischen Spinalparalyse;

bei der ALS wird demgegenüber eine Spastik nur bei ca. 20% der Erkrankten gesehen.

Therapie

Medikamentös bieten sich einzeln oder in Kombination an:

  • Baclofen (Lioresal®) bis 4x20mg/d
  • Memantine (Akatinol®) bis 3x20mg/d
  • Tizanidin (Sirdalud®) bis 3x8mg/d

nicht gegeben werden

  • Diazepam-Derivate
    • wegen möglicher Atemdepression
  • Baclofen intrathekal
    • ebenfalls wegen der mögliche Atemdepression
  • Dantrolen ist bei der ALS obsolet
    • akut ausgelöster Ateminsuffizienz wurde beschrieben
 

 

"Spastik" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info