Komplikationen
Erhöhter intrakranielle Druck (ICP) und Hirnödem
Dekompressive Kranietomie
- Die dekompressive Kraniektomie
- reduziert bei raumfordernden Hemisphäreninfarkten die
Mortalität von 80% auf 30%
- ohne die Anzahl schwer behinderter Überlebender zu erhöhen.
- Die großzügig anzulegende Trepanationslücke führt zur
- Druckentlastung von
geschwollenem Hirngewebe und
- verbessert die zerebrale Perfusion durch Entfaltung von
kollateralen Gefäßkreisläufen.
- Eine frühe Kraniotomie (innerhalb der ersten 24h),
bevor die ersten Symptome einer Herniation aufgetreten sind, scheint noch günstiger zu
sein und wird derzeit in einer prospektiven Multicenter-Studie untersucht (Rieke et al.
1995; Schwab et al. 1998).
- Bei Kleinhirninfarkten ist die dekompressive Kraniotomie
die Therapiemethode der Wahl.
- Die Datenlage ist keineswegs eindeutiger
als bei
Hemisphäreninfarkten.
- Die dekompressive Kranietomie reduziert bei komatösen Patienten
mit raumfordernden Kleinhirninfarkten die Mortalität ebenfalls von 80% auf 30% (Heros et
al. 1992; Rieke et al. 1993).
- Eine frühe Trepanation, noch bevor ersten
Symptome einer Einklemmung zu finden sind, ist wie bei supratentoriellen
Hemisphäreninfarkten zu bevorzugen.
- Die Prognose der Überlebenden kann als sehr gut
eingeschätzt werden, selbst wenn die Patienten zum Operationszeitpunkt bereits komatös
waren.
- Zu bedenken ist:
- Bei alle vorliegenden Studien handelt es sich um offene
Fallserien.
- Nur eine Studie weist ein prospektives Design
auf (Rieke et al. 1993).
- Daten aus kontrollierten und randomisierten Studien sind nicht verfügbar.
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