Spezielle Therapie

Frühzeitige Antikoagulation

  • Obwohl die intravenöse Heparin-Behandlung in der Akutphase des Schlaganfalles sehr verbreitert ist, haben keine Studien beweisen können, dass Heparin das outcome nach Schlaganfällen beeinflusst oder vor neuen Schlaganfällen schützt (Swansonn 1999).
     
  • Es gibt Hinweise auf ein besseres Behandlungsergebnis durch Verminderung von wiederholten Schlaganfällen, welche durch eine erhöhte Rate an hämorrhagischen Komplikationen aufgewogen werden.
     
  • Die meisten Untersuchungen sind sich heute darüber einig, dass Heparin keine Standardtherapie für alle Schlaganfallsubtypen ist und auch nie sein wird.
     
  • Vielmehr sollte die intravenöse Heparin-Behandlung deshalb nur bei Schlaganfallpatienten angewendet werden, die auch ein erhöhtes Risiko für embolische Infarkte besitzen.
     
  • Kontraindikationen für eine Heparin-Behandlung bestehen aufgrund der
    • Blutungskomplikationen bei großen Territorialinfarkten (>50% des Versorgungsgebietes der A. cerebri media),
    • bei nicht einstellbarem Bluthochdruck und
    • bei fortgeschrittenen mikrovaskulären Veränderungen des Gehirns.

 

"Heparin" auf www.neuroscript.com - letzte Änderung am 17.11.2007;  Webmaster: Dr. Wolfgang Kubik (Neurologe)  - Dieses Skriptum ist ausschließlich für Ärzte und Medizinstudenten gedacht. Sind Sie Laie oder suchen Sie Hilfe als Patient, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens - nähere Info siehe Haftung.
Information über Rehabilitation finden Sie ab Oktober 2007 unter www.neuroreha.info