Migräne
Einseitigkeit des Schmerzes, typische Begleitsymptome, Vorhandensein auslösender Faktoren (Streß, Menstruation, orale Kontrazeptiva, bestimmte Nahrungsmittel) und evtl. schon frühere Schmerzattacken gleichen Lokalisation und Symptomatik ermöglichen i.a. die Diagnosestellung.
Therapie des akuten Migräneanfalls
allgemein
- Ruhe, Abdunklung, autogenes Training
Analgetika
- Paracetamol (Mexalen®) 1g/d
- oder Acetylsalicylsäure (Aspirin®) 1-4g/d p.o. (nach Blutungsausschluß!)
- Ein Zusatz von Codein und/oder Barbituraten steigert die Wirksamkeit, aber auch die Gefahr von Abhängigkeit und eines Entzugskopfschmerzes.
Alternativ: Ergotamintartrat
- Ergotamintartrat
- z.B. Cafergot® 2-4mg p.o. o. supp.
- nur bei frühzeitiger Einnahme wirksam
- NW: Übelkeit, Erbrechen möglich – auch bei rektaler Gabe; deshalb Kombination mit Antiemetikum, z.B. Metoclopramid (Paspertin®) 20gtt empfehlenswert. Bei häufiger Anwendung Gefahr des Ergotamin-induzierten Kopfschmerzes!
- Dihydroergotamin (Dihydergot®)
- 1-2mg (1-2ml) i.m.
- oder maximal 0,5mg langsam i.v. nur ausnahmsweise
- vorherige Gabe eines Antiemetikums
- Wiederholungsdosis 0,5mg nach 1h möglich
Alternativ: Sumatriptan
- Falls keine ausreichende Wirkung durch oben genannte Präp., Gabe von Sumatriptan
- Imigran® 100mg p.o.
- oder Imigran® 6mg s.c.
Therapie des Status migraenosus
- Exsikose (als Begleitsympt.) mitbehandeln: 500ml Glc 5% i.v.
- Behandlungsversuch wie beim akuten Migräneanfall
- Sedierung mit z.B. Diazepam (Gewacalm®, Valium®) – 1A 10mg in Inf.
- in besonders schweren Fällen Gabe von Corticosteroiden, initial z.B. 60-100mg Prednisolon i.v. (Soludacortin® Ampullen zu 25, 50, 250 und 1000mg)






