Vergiftung durch Herzglykoside
Symptome
- Anorexie
- Nausea
- Erbrechen
- Müdigkeit
- Sehstörungen
- Kopfschmerzen
- Bradykardie
- AV-Blockierung aller Grade
- ventrikuläre Arrhythmien
- Hyperkaliämie
- Hypoxie
- Asystolie
Therapie
- repetitive Gabe von Aktivkohle
- primäre Giftelimination
- intensivmedizinische Monitorisierung
- Ausgleich des Elektrolyt-, Säure-, Basenhaushaltes
- Überwachung der Serumglycosidkonzentration
symptomatische Therapie
- bei Bradykardie: Atropin
- bei ventrikulären Rhythmusstörungen: Lidocain
Digitalis-Antidot
Digitalis-Antidot BM® (Hersteller: Boehringer-Mannheim, Mannheim.)
- bei primär schlechter Prognose
- bei progressiver Bradyarrhythmien
- bei atropinresistenten AV-Block II –III
- bei ausgeprägter Hyperkaliämie
- bei Schock
- bei Asystolie
- bei Kammertachykardie
- bei Kammerflimmern
Verlauf
Höhere Empfindlichkeit vordigitalisierter Patienten. Bei kardialen Risikopatienten oder Intoxikationen mit potentiell letalen Dosen ist ein frühzeitiger Einsatz des Antidots zu überlegen. Verzögerter Eintritt der Symptomatik ist möglich (Maximum der Symptome nach 3-12h). Nach Aufnahme einer potentiell toxischen Digitalis-Dosis ist der Patient mindestens 24 Stunden zu beobachten.
Hyperkaliämie ist Ausdruck einer schweren Vergiftung.






