Vergiftung durch Knollenblätterpilz
Amanita phalloides, 90% aller tödlichen Pilzvergiftungen
Symptome
- nach 6-48h choleraähnliche Brechdurchfälle
- nach 48-72h schwere Leberschädigung mit Leberkoma
Therapie
- Aktivkohle, alle 3 Stunden, repetitiv
- Magenspülung (nur innerhalb des symptomfreien Intervalls)
- Silibinin-Infusionen
- Da Silibinin ein Antidot mit sehr geringer Eigentoxizität ist, sollte bereits bei Verdacht auf Knollenblätterpilzeinnahme sofort mit der Therapie begonnen werden. Auch unspezifische Brechdurchfälle nach Pilzgerichten, wenn Amanita phalloides nicht sicher ausgeschlossen werden kann, sind behandlungsbedürftig.
- lebensbedrohliche Vergiftungen durch andere Giftpilze sind relativ selten
- obsolet: Gabe von Penicillin






