neuroscript.com

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Neurologische Erkrankungen Bewegungsstörungen Parkinson Parkinson: Therapie der Dyskinesie

Parkinson: Therapie der Dyskinesie

E-Mail Drucken PDF

Parkinson-Syndrome

Therapie der Dyskinesie

  • Durch Protokollieren der Beschwerden ist zu klären, wann die Dyskinesien auftreten: Hyperstimulatorische (peak-dose-)Dyskinesien (Chorea) auf dem Höhepunkt der L-Dopa-Wirkung oder hypostimulatorische Dyskinesien in einem mittleren (suboptimalen) Konzentrationsbereich von L-Dopa im Gehirn, also häufig in der An- und Abflutungsphase (biphasische Dyskinesien – meist Dystonie)
  • Reduktion der L-Dopa-Dosis bei hyperstimulatorischer Dyskinesie, evtl. Dosiserhöhung bei hypostimulatorischer Dyskinesie.
  • Wechsel des L-Dopa-Präparates: bei hyperstimulatorischer Dyskinesie kann z.B. Sinemet® günstiger sein als Madopar®, bei biphasischer Dyskinesie ist Madopar zu bevorzugen (schnellere Anflutung)
  • nach Dosisreduktion von L-Dopa zusätzliche Gabe bzw. Dosiserhöhung von Dopaminagonisten
  • Reduktion bzw. Absetzen des MAO-B-Hemmers bei hyperstimulatorischer Dyskinesie
  • bei early morning dystonia: Versuch mit einer späten Abenddosis eines Dopaminagonisten; in schweren Fällen Apomorphin 2,5mg s.c.
  • Haldoperidol als Therapieversuch kann als kontraindiziert angesehen werden, da es insbesonder beim Lewi-Body-Disease zu einer Verschlechterung ohne Reversion kommen kann.
  • Eine Medikamentenpause (drug holiday) ist obsolet!
 
Aktualisiert ( Montag, 22. September 2008 19:35 )  

Schlagzeilen

Acetylsalicylsäure hat nur geringen Nutzen in der primären Schlaganfallsvorsorge - wird durch Blutungsrisiko fast aufgewogen. In der Sekundärprävention sollte es verwendet werden, hier überwiegt der Nutzen! Siehe Lancet 2009;373:1849-1860