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HMSN I (Charcot-Marie-Tooth)

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Hereditäre motorische und sensorische Neuropathie Typ I

Synonyme: HMNS I, sensible Ataxie, Charcot-Marie-Tooth

Auf dieser Seite: Klinik, Diagnostik, Therapie

Klinik

Autosomal-dominanter Erbgang (= Typ I), auch autosomal-rezessiver Erbgang kommt vor (= HMNS Typ III). Progressiver distaler Muskelschwund und Schwäche, in der Regel in den Beinen beginnend, Hände und Unterarme sind stärker betroffen. Sensible Ausfallssymptome (strumpf- und handschuhförmig begrenzte Herabsetzung der Empfindung aller Qualitäten) und Reizerscheinungen (nächtliche, schmerzhafte Muskelkrämpfe, distale Parästhesien). In 30% der Fälle Tremor und Ataxie, die ausgeprägter als die Muskelschwäche sein können, sowie Verdickung peripherer Nerven. Gutartiger Verlauf.

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung
  • Nervenleitgeschwindigkeit
  • Nervenbiopsie (De- und Remyelinisierung, hypertrophische Veränderungen – "Zwiebelschalenformation")
  • HMNS Typ 1a: Genort auf Chromosom 17; Mutation ist eine Duplikation; direkter Gentest

Therapie

  • Keine Therapie bekannt
  • Krankengymnastik
  • evtl. Anabolika
  • Symptomatische Behandlung von Muskelkrämpfen (siehe J.1-3) und Parästhesien 
 

Schlagzeilen

Thromboseprophylaxe bei Schlaganfallpatienten mit signifikanten Paresen: Niedermolekulare Heparine sehr gut wirksam. KEINE Kompressionsstrümpfe mehr verwenden (signifikant mehr Hautnekrosen). Näheres siehe: CLOTS Trial Collaboration, Lancet 2009; 373: 1958-1965