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Home Neurologische Erkrankungen Tumoren Tumoren, allgemein - Symptomatische Therapie bei ZNS-Tumoren

- Symptomatische Therapie bei ZNS-Tumoren

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Tumoren des ZNS

Symptomatische Therapie

Bei der symptomatischen Therapie insbesondere fortgeschrittener intrakranieller Raumforderungen stellt die Hirndrucktherapie eine ganz entscheidende Komponente dar. Bei der sich durch Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, evtl. Stand- und Gangunsicherheit sowie im fortgeschrittenen Fall durch Bewußtseinstrübung manifestierenden intrakraniellen Drucksteigerung gibt es prinzipiell 2 medikamentöse Ansatzpunkte: Kortikosteroide und Osmodiuretika.

Kortikosteroide

Die Kortikosteroidmedikation, bei der als wesentlicher Faktor die Verminderung der Kapillarpermiabilität angesehen wird, sollte nicht generell als Dauertherapie mit festem Dosierungsschema erfolgen, sondern an die klinischen Gegebenheiten angepaßt werden. Während einer Strahlentherapie allerdings wird regelmäßig zur besseren Verträglichkeit eine Dauermedikation empfohlen; auch Ödemreaktion und Krampfbereitschaft während einer zytostatischen Therapie sollen durch Kortisongabe reduziert werden. Neben den hochwirksamen Kortikoiden wie Dexamethason ist wegen unter Umständen geringerer Nebenwirkung der Einsatz von Prednison (o. Prednisolon) zu erwägen; bessere Kortikosteroidverträglichkeit läßt sich durch zusätzliche Gabe von Antazida und/oder H2-Rezeptorblockern erreichen.

Therapiebeispiel

  • Dexamethason i.v. / oral 4x4mg(2x8mg)/d
  • oder Prednison i.v. / oral 4x25mg (2x50mg)/d
  • in kritischen Fällen Dosissteigerung bis 10 fach
  • + Antazida

Osmodiuretika

Falls ein rascher Wirkungseintritt angestrebt wird, empfehlen sich Osmodiuretika (z.B. Glycerosteril 10% oder Sorbit 40%, wobei letzeres nur über einen zentralen Zugang zu applizieren ist), oder Furosemid. Es empfiehlt sich eine Flüssigkeits- und Elektrolytbilanzierung sowie Kontrolle der Serumosmolarität.

Therapiebeispiel

  • Sorbit 40% i.v. 4x100ml (zentraler Zugang!)
  • oder Glycerosteril i.v. 5x100ml (evtl. peripherer Zugang)
  • evtl. zusätzlich Furosemid 20-80mg/d
  • in kritischen Fällen Dosissteigerung bis 3 fach

Shunt

Im Falle eines Hydrocephalus occlusus bei intrakranieller Raumforderung sollte ein neurochirurgisches Konsil erfolgen.

Antikonvulsive Therapie

siehe Epilepsie

Aktualisiert ( Montag, 13. Oktober 2008 20:46 )  

Schlagzeilen

 

Schmerz-Gen reguliert Gehirnalterung?

Das Gen DREAM ist wohl an der Schmerzverarbeitung beteiligt - Es hat auch Einfluss auf Lernen und Gedächtnis. Auch mit dem Alzheimer wird es in Zusammenhang gebracht.

Link: http://www.sciencedaily.com/releases/2009/01/090115103806.htm