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Gedanken Bilder von WH Kubik, zusammengestellt im Jahr 2000 |
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Jenseits der Politik IN diesen Zeiten der Unrast, des ständigen Wandels, der Verwirrung, des Zweifels und der Versuchung wissen viele nicht mehr, wie sie ihr Leben mit Sinn erfüllen sollen. Aber dem Unbehagen, das die Welt ergriffen hat, ist allein von der Politik her oder auf der Ebene des öffentlichen Lebens nicht beizukommen. Man muss tief hineinleuchten in die Intimsphäre der individuellen Lebensführung und der sittlichen Einstellung. "Was von unserer Kultur noch übrig ist", hat Walter Lippmann einmal geschrieben, "wird sich nicht erhalten, und was schon kaputt ist, nicht wieder herstellen lassen mit Träumereien von der Rettung durch irgendwelche politische Formeln." Es hat keinen Zweck, sich von der Zukunft eine Offenbarung über die Lebensbedürfnisse des Menschen zu erhoffen. Die Offenbarung ist uns bereits zuteil geworden. Mit ihrer Hilfe hat der Mensch die Wildnis um sich her und das Barbarische in sich selbst besiegt. Die Prinzipien Arbeit, Opferbereitschaft und Pflichterfüllung, die transzendenten Werte Wahrheit, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit und die Gnadengeschenke Liebe und Barmherzigkeit - das sind die Dinge, die den Menschen frei gemacht haben. Nur aus solchen tiefgründigen, ernsthaften und bewährten Einsichten können wir aufs neue die Erleuchtung und den Mut schöpfen, deren wir bedürfen. "Vergessen sie nicht," sagte Georg Bernhard Shaw an seinem 90. Geburtstag, "unser Verhalten wird nicht von unseren Erfahrungen bestimmt, sondern von unseren Erwartungen." Ein Gespräch ist wie ein Boot, drängt sich alles auf die gleiche Seite, dann sinkt es. Es gehört untrennbar zum Glück des Menschen, dass er sich selbst treu ist. Untreu ist man nicht dadurch, dass man etwas glaubt oder nicht glaubt, sondern dadurch, dass man vorgibt an etwas zu glauben, woran man nicht glaubt. Das Gebet ändert den Menschen und der Mensch ändert die Dinge. Glück kommt beim Säen, nicht beim Ernten. Wohlwollen kann man durch viele kleine Schritte gewinnen, aber durch einen verspielen. Alle Menschen sind frei und gleich geboren - frei zumindest in ihrem Recht, verschieden zu sein. Ich bin gegen Gleichmacherei in der Kunst, in der Politik, in jedem Lebensbereich. Die Sahne muss sich oben absetzen können. (Robert Frost) Reife erkennt man im Verzicht. Unreife hingegen kann man nicht erkennen, da sie sich durch nichts offenbaren muss. Du kannst daher Menschen ihrer Reife loben, aber nicht ihrer Unreife tadeln - Weisheit und Dummheit sind keine Stadien der Reife oder ihres Fehlens. (WH K) Stark ist, wer eine Tafel Schokolade mit bloßen Händen in vier Teile brechen kann - und dann nur eines davon isst.
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